Richard Strauss – Also sprach Zarathustra

Wie kann es sein, dass anderthalb Minuten Musik eine so gigantische Wirkung entfachen, dass sie rund um die Welt Menschen aller Altersklassen begeistern und immer wieder aufs Neue in Atem halten kann?

Und nicht nur das: Bei unzähligen geeigneten und weniger geeigneten Gelegenheiten wird diese Musik zur Untermalung herangezogen und zwar immer dann, wenn die Leute, die sich dafür entscheiden, das zu tun, der Meinung sind, dass das, was sie zum Ausdruck bringen wollen, irgendwie unfassbar wichtig oder beeindruckend ist und sie das durch den Klang dieser Musik noch unterstreichen möchten.

Warum ist es immer wieder dieser Anfang des „Zarathustra“? Wieso werden nicht eigene, neue musikalische Erfindungen für solche Fälle erdacht und umgesetzt?

Dem Komponisten Richard Strauss (1864 – 1949) ist ein Kabinettstück gelungen, das in der gesamten Musikgeschichte seinesgleichen sucht – und kaum finden wird. Er hat in diesen gerade mal etwa 90 Sekunden ein musikalisches Universum geschaffen, das in seiner Wirkung eben nicht so leicht übertroffen oder auch nur annähernd erreicht werden kann.

Die Aufnahme des (gesamten) Zarathustra, auf die dieser Link verweist, ist gespielt worden in London, vom Gustav-Mahler-Jugendorchester – es kommt hier also zu einer Begegnung aus jungen Musikern einer modernen Zeit mit dem in Töne gesetzten Gedankengut einer Jahrtausende alten Philosophie.

Und wer Lust hat, die Gedankenwelt, die hinter der Musik steckt, kennen zu lernen: Hier geht es zu einer Hörbuchlesung des Werkes „Also sprach Zarathustra“ von Friedrich Nietzsche. Aber Vorsicht: Das ist achteinhalb Stunden zwar spannende, aber harte Kost.

In diesem HitView wird nun ein hörender Blick geworfen in das Innere dieses musikalischen Monolithen, der die Eröffnung eines mehr als halbstündigen Orchesterwerks darstellt. Staunen garantiert.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit – und gute Musik!
Ihr

Stefan Malzew

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